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WissensmanagementSeptember 202615 min Lesezeit

KI-Firmenwiki für KMU: Wissen sicher nutzen nach revDSG und DSGVO

Wie Immobilienverwaltungen, Treuhandbüros und Arztpraxen ihr Firmenwissen mit KI nutzbar machen: eigener Server in der Schweiz, keine Lizenz pro Nutzer.

Von Goekhan Dogan, Gründer, RakenAI

So funktioniert ein KI-Firmenwiki von RakenAI: vom erfassten Wissen bis zur Antwort mit Quelle. Eine fertige Grundstruktur gibt es heute für Immobilienverwaltungen und Treuhandbüros.

Kurz gesagt

Ein KI-Firmenwiki, oft auch KI-Wissensdatenbank genannt, bündelt das Wissen eines Unternehmens (Abläufe, Zuständigkeiten, Checklisten, Objekt- und Fachwissen) an einem Ort. Mitarbeitende stellen Fragen in normaler Sprache und bekommen eine Antwort mit Quelle und Ansprechperson. RakenAI baut solche Systeme für KMU auf einem eigenen Server in der Schweiz oder beim Kunden im Haus, mit Open-Source-Sprachmodellen, ohne Lizenzgebühren pro Nutzer und so, dass die Anforderungen von revDSG und DSGVO erfüllt werden können.

Freitag, 16:40 Uhr, in einer Immobilienverwaltung im Aargau. Ein Mieter ruft an: Die Heizung in der Liegenschaft an der Bahnhofstrasse ist ausgefallen. Die zuständige Bewirtschafterin ist in den Ferien. Wer ist die Heizungsfirma? Gibt es einen Wartungsvertrag mit Pikettdienst? Wo liegt der Schlüssel für den Heizungsraum? Die Antworten existieren. Sie stehen in einer E-Mail von 2023, in einem Ordner auf dem Server und im Kopf der Kollegin, die gerade am Strand liegt.

Fast jedes KMU kennt solche Momente. Mit schlechter Organisation hat das wenig zu tun. Wissen wächst in kleinen Firmen informell. Solange alle im gleichen Büro sitzen, funktioniert das. Sobald jemand fehlt, kündigt oder neu anfängt, wird es teuer.

Wo steckt das Wissen in einem KMU heute?

In den meisten Firmen, mit denen wir sprechen, verteilt sich das Wissen auf sechs Orte: die Köpfe erfahrener Mitarbeitender, E-Mail-Postfächer, Chat-Verläufe, Ordner auf dem Server, Excel-Listen und Papierordner. Keiner dieser Orte ist dafür gemacht, schnell eine Antwort zu finden.

Eine Umfrage des Softwareherstellers Atlassian (der selbst Wiki-Software verkauft) unter 12'000 Wissensarbeitenden und 200 Führungskräften ergab, dass Teams rund ein Viertel ihrer Zeit mit der Suche nach Antworten verlieren.[1] Die Zahl stammt aus einer Anbieterumfrage und nicht speziell aus KMU. In KMU sieht es anders aus: Dort sucht man weniger in Systemen und fragt mehr die Kollegin nebenan. Das fühlt sich schneller an, unterbricht aber zwei Personen statt einer.

Rechnen Sie es für Ihr Team nach. Zehn Mitarbeitende, die pro Tag je 30 Minuten mit Suchen und Nachfragen verbringen, kommen bei 220 Arbeitstagen auf rund 1'100 Stunden im Jahr. Das ist mehr als ein halbes Vollzeitpensum, das niemand im Budget sieht.

Wo Wissen in KMU heute liegt und was die Suche danach kostet.

Drei Entwicklungen verschärfen das Problem gerade:

  • Fachkräftemangel und Fluktuation. Wer neue Leute schneller produktiv machen muss, braucht aufgeschriebenes Wissen.
  • Pensionierungen. In vielen KMU gehen in den nächsten Jahren Personen in Pension, die seit zwanzig Jahren «einfach wissen, wie es läuft».
  • Schatten-KI. Mitarbeitende kopieren Mandantenzahlen, Mieterkorrespondenz oder Patientenfragen in private KI-Chatbots, weil sie schnelle Antworten wollen. Die Firma weiss oft nichts davon.

Der letzte Punkt ist der gefährlichste, weil er unsichtbar bleibt, bis etwas passiert.

Drei Branchen, drei typische Situationen

Wir konzentrieren uns auf Branchen, in denen viel Wissen in Abläufen steckt, Mitarbeitende am Bildschirm arbeiten und vertrauliche Daten zum Alltag gehören.

Drei Branchen, drei typische Fragen: Was heute passiert und was sich mit einem KI-Firmenwiki ändert.

In der Immobilienverwaltung hängt das Wissen an der Liegenschaft

Eine Bewirtschafterin betreut oft weit über hundert Mietobjekte. Zu jeder Liegenschaft gibt es Dinge, die in keiner Verwaltungssoftware sauber stehen: Wer ist Hauswart, welcher Sanitär kommt auch am Wochenende, welche Waschküchenregel gilt, wo hängt der Schlüsselkasten, welche Eigentümerin will bei Reparaturen über 2'000 Franken vorher angerufen werden.

Solange die zuständige Person da ist, fällt das niemandem auf. Dann ist sie krank, und ausgerechnet an diesem Tag läuft ein Wasserschaden auf. Oder ein neuer Bewirtschafter übernimmt 150 Objekte und braucht ein halbes Jahr, bis er ihre Eigenheiten kennt. Dazu kommen die Mieterfragen, die jede Woche gleich klingen: Mietzinsanpassung nach Referenzzinssatz, Nebenkostenabrechnung, Kündigungstermine, Mängelmeldung.

Ein KI-Firmenwiki beantwortet hier zwei Arten von Fragen: objektbezogene («Wer ist Hauswart an der Bahnhofstrasse 12?») und ablaufbezogene («Wie gehen wir bei einer Mängelrüge vor?»). Beides mit Link auf die Quelle und der Person, die für die Seite verantwortlich ist.

Im Treuhandbüro hängt es an Mandanten und Fristen

Im Treuhandbüro steckt viel Wissen in Details: Welche Mandantin rechnet die MWST nach Saldosteuersatz ab? Wie will der Kunde seine Belege ablegen? Welche Spesenregelung gilt bei der GmbH von Herrn X? Welche kantonalen Besonderheiten sind bei der Steuererklärung zu beachten?

In der Abschlusssaison fragen Junior-Mitarbeitende die erfahrenen Kolleginnen zwanzigmal am Tag. Jede Frage dauert zwei Minuten, reisst aber eine Fachperson aus der Konzentration. Kündigt eine langjährige Sachbearbeiterin, geht ein Teil des Mandantenwissens mit ihr.

Dazu kommt das Datenschutzrisiko. Seit dem revidierten Datenschutzgesetz macht sich nach Art. 62 DSG strafbar, wer geheime Personendaten vorsätzlich offenbart, die er bei der Berufsausübung erfahren hat. Das gilt nicht nur für Ärzte und Anwälte, sondern für alle Berufe, die Kenntnis solcher Daten erfordern. Die Busse kann bis zu 250'000 Franken betragen und trifft in der Regel die verantwortliche Person, nicht die Firma.[2] Wenn ein Mitarbeiter eine Mandantenbilanz in einen US-Chatbot kopiert, ist das keine Kleinigkeit.

In der Arztpraxis hängt es an Abläufen

In Arztpraxen ist die Fluktuation bei medizinischen Praxisassistentinnen hoch. Jede neue MPA muss Hygienepläne, Geräteaufbereitung, Telefonregeln, Notfallabläufe, Abrechnungsregeln und die Eigenheiten der Praxissoftware lernen. Meist geschieht das durch Mitlaufen und Nachfragen. Die Ärztin wird so zur Auskunftsstelle für alles.

Ein Firmenwiki mit KI hilft hier bei den internen Abläufen: «Wie bereiten wir das Ultraschallgerät nach einer Untersuchung auf?» oder «Welche Termine darf ich ohne Rücksprache vergeben?». Patientendaten gehören ausdrücklich nicht ins Wiki. Für sie gilt das Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB, und genau deshalb ist hier eine lokale Variante sinnvoll, bei der auch das Sprachmodell die Praxis nie verlässt.[3]

Warum die üblichen Lösungen in KMU oft scheitern

Die meisten KMU haben schon etwas versucht. Eine Ordnerstruktur mit Namenskonvention. Ein Cloud-Wiki eines amerikanischen Anbieters. Eine gemeinsame Excel-Liste. Oder das KI-Paket des Office-Anbieters.

Diese Werkzeuge sind nicht schlecht. In kleinen Firmen scheitern sie trotzdem oft, und zwar an drei Stellen:

  1. Niemand pflegt die Inhalte. Ein Wiki ohne klare Verantwortung ist nach drei Monaten veraltet. Danach vertraut ihm niemand mehr, und alle fragen wieder die Kollegin.
  2. Die Suche findet nur exakte Wörter. Wer «Computer verloren» sucht, findet die Seite «Laptop gestohlen» nicht.
  3. Die Daten liegen bei einem US-Anbieter. Auch wenn das Rechenzentrum in Europa steht: Anbieter mit Sitz in den USA unterliegen dem CLOUD Act und können verpflichtet werden, Daten an US-Behörden herauszugeben.[4] Für Treuhänder, Verwaltungen und Praxen ist das eine Frage, die sie ihren Kunden beantworten können müssen. Schweizer Cloud-Anbieter mit Datenhaltung in der Schweiz gibt es inzwischen auch. Dort lohnt sich die Frage, wo das Sprachmodell die Anfragen verarbeitet.

Dazu kommt ein Kostenpunkt: Viele dieser Lösungen kosten pro Nutzer und Monat. Mit jeder neuen Mitarbeiterin steigt der Preis, und die KI-Funktionen sind oft ein zusätzliches Paket.

Allgemeine KI-Chatbots lösen das Problem ebenfalls nicht. Sie kennen Ihre Firma nicht. Sie wissen nicht, wer bei Ihnen Hauswart ist oder welche Spesenregel bei Mandant X gilt. Und alles, was Mitarbeitende dort eintippen, verlässt Ihr Unternehmen.

Die Lösung ist ein KI-Firmenwiki auf Ihrem eigenen Server

Ein KI-Firmenwiki von RakenAI besteht aus vier Teilen, die zusammenarbeiten. Die Grafik oben zeigt den Ablauf.

1. Das Wiki selbst. Jede Seite hat eine verantwortliche Person, ein Prüfdatum und festgelegte Leserechte. Jede Änderung wird versioniert, man sieht also immer, wer was wann geändert hat. Die Seiten sind einfach strukturierter Text, kein proprietäres Format. Wenn Sie uns irgendwann nicht mehr brauchen, nehmen Sie Ihre Inhalte vollständig mit.

2. Die intelligente Suche. Sie kombiniert zwei Verfahren. Die klassische Stichwortsuche findet exakte Begriffe wie Namen, Adressen oder Kontonummern von Lieferanten. Die semantische Suche findet Inhalte nach Bedeutung: Dafür wird jeder Textabschnitt in eine Zahlenreihe übersetzt, ein sogenanntes Embedding, das seinen Sinn beschreibt. «Heizung kaputt» findet so auch die Seite «Störung Wärmeerzeugung». Die Kombination beider Verfahren nennt man hybride Suche. Sie liefert in der Praxis die zuverlässigsten Treffer.

3. Der KI-Assistent. Er beantwortet Fragen in normaler Sprache. Technisch nennt man das Retrieval-Augmented Generation (RAG): Zuerst sucht das System die passenden Abschnitte, dann formuliert das Sprachmodell daraus eine Antwort. Es darf nur aus diesen Quellen antworten. Findet es nichts, sagt es das und nennt die zuständige Person. So senken wir das Risiko erfundener Antworten, der grössten Schwachstelle von KI im Unternehmen.

4. Login und Rechte. Mitarbeitende melden sich mit ihrem bestehenden Firmenkonto an. Ihre Rolle bestimmt, welche Seiten sie sehen, und zwar auch im Chat. Eine Lernende in der Buchhaltung bekommt keine Antwort aus der Seite «Lohnrichtlinien Geschäftsleitung», auch wenn sie danach fragt.

Was ist RAG? Retrieval-Augmented Generation ist ein Verfahren, bei dem ein Sprachmodell nicht aus seinem allgemeinen Training antwortet, sondern aus Dokumenten, die vorher gezielt gesucht wurden. Das macht Antworten überprüfbar, weil jede Aussage auf eine Quelle zurückgeht.

Wissen kommt auf drei Wegen ins Wiki: über einen Editor im Browser, über bestehende Dokumente, die wir aufbereiten, und über Sprachnachrichten. Der letzte Weg ist in der Praxis der wichtigste. Eine Bewirtschafterin spricht drei Minuten auf ihr Handy, wie der Ablauf bei Wasserschäden ist. Die KI macht daraus einen strukturierten Seitenentwurf, die Bewirtschafterin prüft ihn und gibt ihn frei. Das dauert wenige Minuten statt eines Nachmittags.

Wie solche Systeme in grossen Unternehmen abgeschnitten haben, samt den Grenzen, die IBM und Uber selbst veröffentlicht haben, zeigt unsere Übersicht Wissenssysteme in der Praxis.

Wie RakenAI revDSG und DSGVO umsetzt

Beim Datenschutz fangen wir an, bevor wir die erste Zeile Code schreiben. Er bestimmt, wo das System läuft und wie es aufgebaut ist. Die Grafik zeigt den Unterschied zum typischen Cloud-Weg.

Typische Cloud-KI und KI-Firmenwiki auf eigenem Server im Vergleich. Der Vergleich betrifft Speicherung, Suche und Sprachmodell. Das Login läuft über Ihr bestehendes Firmenkonto, das auch bei einem US-Anbieter liegen kann.

Wo die Daten liegen. Jeder Kunde bekommt eine eigene Instanz. Sie läuft entweder auf einem Server in einem Schweizer Rechenzentrum oder auf Hardware bei Ihnen im Haus. Es gibt keine gemeinsame Datenbank mit anderen Kunden.

Wo die Fragen verarbeitet werden. Wir setzen Open-Source-Sprachmodelle ein. In der Standardvariante läuft das Modell bei einem Rechenzentrumsbetreiber in der Schweiz oder der EU, mit dem ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung besteht. In der Premiumvariante läuft es auf einem eigenen Rechner bei Ihnen. Dann verlassen weder Inhalte noch Fragen Ihr Haus. Für Arztpraxen empfehlen wir diese Variante.

Wer was sehen darf. Leserechte gelten für Seiten und für den Chat. Die Suche filtert nach Rechten, bevor die KI überhaupt etwas zu sehen bekommt. Zugriffe werden protokolliert.

Welche Daten gar nicht hineingehören. Das Wiki enthält Abläufe, Objekt- und Fachwissen, keine Mandantenakten, Mieterdossiers oder Patientendaten. Diese Regel legen wir mit Ihnen schriftlich fest und schulen sie. Datenminimierung ist der wirksamste Datenschutz.

Verträge und Dokumentation. RakenAI bearbeitet Daten in Ihrem Auftrag. Dafür schliessen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 9 DSG[2] beziehungsweise Art. 28 DSGVO ab und dokumentieren die technischen und organisatorischen Massnahmen: Verschlüsselung, Backups, Zugriffsschutz, Update-Prozess.

Schulung. Für Unternehmen in der EU verpflichtet der EU AI Act in Art. 4 Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, Massnahmen zu treffen, die die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden fördern.[5] Eine bestimmte Kompetenzstufe schreibt der geänderte Artikel nicht vor. Unsere Einführungsschulung deckt die Grundlagen ab: Was kann der Assistent, wo sind seine Grenzen, was darf nicht hinein.

Kein Softwareanbieter kann Ihnen Datenschutzkonformität verkaufen. Konform wird ein System durch Architektur, Verträge, Regeln und Menschen, die sich daran halten. Wir liefern die Architektur und die Verträge, helfen bei den Regeln und stimmen uns bei Bedarf mit Ihrer Datenschutzberatung ab. Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Artikel nicht. Wie wir speziell mit Patientendaten umgehen, beschreibt der Beitrag Privacy-First KI.

So läuft ein Projekt mit RakenAI ab

Von Erstgespräch bis Betrieb: Die sechs Schritte einer Einführung mit RakenAI.
  1. Erstgespräch. Wir hören zu: Welche Fragen kosten Ihr Team heute am meisten Zeit? Wer wird ständig unterbrochen? Wo liegen die Daten heute?
  2. Analyse und Konzept. Wir legen fest, mit welchem Bereich wir starten, welche Hosting-Variante passt und welche Rollen es gibt. Wir messen den Ist-Zustand, zum Beispiel die Anzahl Rückfragen pro Woche, damit wir den Nutzen später belegen können.
  3. Wissen erfassen. Hier steckt die meiste Arbeit. Wir führen Interviews, werten bestehende Dokumente aus und nehmen Sprachnachrichten auf. Daraus entstehen Seitenentwürfe, die Ihre Fachpersonen prüfen und freigeben. Für Immobilienverwaltungen und Treuhandbüros bringen wir eine fertige Grundstruktur mit.
  4. Einrichten und testen. Wir installieren das System auf Ihrem Server, binden das Login an und testen mit echten Fragen aus Ihrem Alltag. Erst wenn die Antworten stimmen, geht es weiter.
  5. Schulung und Start. Kurze Schulung für alle Mitarbeitenden, eine vertiefte für die Seitenverantwortlichen.
  6. Betrieb und Pflege. Wir kümmern uns um Updates, Backups und Überwachung. Sie brauchen keine eigene IT-Abteilung.

Wir empfehlen, mit einem Bereich zu starten, etwa mit der Bewirtschaftung oder dem Jahresabschluss. Wenn der funktioniert, wächst das Wiki schrittweise weiter.

Warum die meisten Wikis sterben und wie wir das verhindern

Ein Wiki scheitert selten an der Technik. Meistens pflegt es einfach niemand. Deshalb bauen wir die Pflege fest ein.

Der Pflege-Kreislauf hält das Wiki aktuell, ohne dass jemand einen Nachmittag dafür blockieren muss.

Jede Seite hat eine verantwortliche Person und ein Prüfdatum. Läuft es ab, bekommt diese Person eine Erinnerung mit Direktlink. Der Assistent sammelt Fragen, auf die er keine Antwort gefunden hat. Diese Liste zeigt jeden Monat, wo Wissen fehlt, und ist die beste Aufgabenliste für die Pflege. Ergänzungen gehen per Sprachnachricht, damit niemand einen Nachmittag für eine Seite blockieren muss.

Auf Wunsch übernehmen wir auch die redaktionelle Pflege: Sie schicken eine Sprachnachricht oder ein Dokument, wir machen die Seite daraus.

Was kostet ein KI-Firmenwiki?

Wir nennen hier bewusst keine Pauschalpreise. Jedes Projekt ist anders, und ein seriöser Preis entsteht erst nach dem Erstgespräch. Wir können aber offenlegen, woraus sich die Kosten zusammensetzen.

Einmalig fallen Konzept, Einrichtung und vor allem die Wissenserfassung an. Der Aufwand hängt davon ab, wie viele Bereiche Sie abdecken wollen, wie viel Wissen bereits schriftlich vorliegt und ob Anbindungen an bestehende Systeme nötig sind.

Laufend kommen Hosting, das Sprachmodell und Betreuung dazu. Beim Sprachmodell wählen Sie zwischen nutzungsabhängiger Abrechnung in einem Schweizer oder EU-Rechenzentrum und einmaliger Hardware bei Ihnen im Haus.

Was wegfällt, sind Lizenzgebühren pro Nutzer. Wir setzen auf Open-Source-Software. Ob Sie zehn oder vierzig Mitarbeitende anschliessen, ändert an den Softwarekosten nichts.

Zum Vergleich hilft das Rechenbeispiel von oben. Wenn Ihr Team heute 1'100 Stunden pro Jahr mit Suchen und Nachfragen verbringt und davon nur ein Drittel wegfällt, haben Sie einen Massstab, an dem Sie jedes Angebot messen können, auch unseres.

Warum RakenAI seine Systeme selbst baut

RakenAI ist ein Schweizer Unternehmen mit Sitz in Frick im Kanton Aargau. Wir sind klein, und das mit Absicht: Das gleiche Team führt das Erstgespräch, baut das System und betreut es danach.

Unser Team bringt zusammen über 40 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung mit, erworben in europäischen Softwarefirmen, lange bevor KI zum Trend wurde. Unser Lead-Entwickler arbeitet seit über 15 Jahren als Full-Stack-Entwickler, mit Schwerpunkt auf Python, Datenbanken, LLM-Integration und RAG-Systemen. Unser zweiter Entwickler hat über 10 Jahre Erfahrung in Automatisierung, Integrationen und der Optimierung von Sprachmodellen. Gründer Goekhan Dogan bringt über 20 Jahre Erfahrung in digitalem Marketing, SEO und Geschäftsentwicklung mit, davon viele Jahre im Gesundheitswesen.

Für Sie heisst das: Wir bauen selbst und verkaufen keine fremde Software weiter. Deshalb können wir erklären, was im System passiert, und es an Ihre Abläufe anpassen. Weil wir auf Open Source setzen, sind Sie an keinen Anbieter gebunden, auch nicht an uns. Die Schweizer und europäischen Datenschutzanforderungen kennen wir aus eigenen Projekten, nicht aus Broschüren. Und wenn ein Standardwerkzeug für Sie reicht, sagen wir Ihnen das.

Für wen sich ein KI-Firmenwiki (noch) nicht lohnt

Ein KI-Firmenwiki ist nicht für jede Firma die richtige Investition. Bei weniger als fünf Mitarbeitenden, die im gleichen Raum sitzen, ist die Kollegin nebenan meist schneller. Wenn Ihre Firma bereits vollständig in einer Office-Cloud arbeitet, dort sauber organisiert ist und keine Datenschutzbedenken hat, kann deren eingebaute KI genügen. Wer eine eigene IT-Abteilung hat, kann ein Wiki mit KI-Suche auch selbst auf Open-Source-Basis aufsetzen. Und wenn niemand bereit ist, Verantwortung für Inhalte zu übernehmen, hilft auch die beste Technik nicht. Das klären wir im Erstgespräch offen.

Häufige Fragen zum KI-Firmenwiki

Was ist ein KI-Firmenwiki?

Ein KI-Firmenwiki ist eine interne Wissensdatenbank, in der Abläufe, Zuständigkeiten und Fachwissen eines Unternehmens gesammelt sind. Ein KI-Assistent beantwortet Fragen dazu in normaler Sprache und nennt die Quelle.

Ist ein KI-Firmenwiki DSGVO- und revDSG-konform?

Es kann konform betrieben werden. Entscheidend sind Speicherort, Verarbeitung der Anfragen, Rechte, Verträge und klare Regeln, welche Daten hineingehören. RakenAI betreibt jedes Wiki auf einem eigenen Server in der Schweiz oder beim Kunden, mit Auftragsverarbeitungsvertrag und dokumentierten Schutzmassnahmen.

Werden unsere Daten zum Training von KI-Modellen verwendet?

Nein. Die Modelle laufen in einer von uns kontrollierten Umgebung oder bei Ihnen im Haus. Ihre Inhalte werden nur für die Suche und die Antworten genutzt, nicht zum Training.

Braucht jeder Mitarbeitende eine eigene KI-Lizenz?

Nein. Alle Mitarbeitenden nutzen denselben zentralen Zugang über das Wiki. Es gibt keine Lizenzgebühren pro Nutzer.

Was passiert, wenn der Assistent keine Antwort weiss?

Er sagt es und nennt die zuständige Person. Die Frage landet auf einer Liste offener Fragen, damit die Lücke geschlossen werden kann.

Können wir das Wiki ohne Internetverbindung zu externen KI-Diensten betreiben?

Ja, in der lokalen Variante laufen Wiki, Suche und Sprachmodell vollständig auf Hardware bei Ihnen. Für Arztpraxen empfehlen wir diese Variante.

Wie lange dauert die Einführung?

Das hängt vor allem vom Umfang der Wissenserfassung ab. Wir starten mit einem Bereich und erweitern schrittweise. Einen realistischen Zeitplan erhalten Sie nach dem Erstgespräch.

Was passiert mit unseren Inhalten, wenn wir die Zusammenarbeit beenden?

Die Inhalte gehören Ihnen und liegen in einem offenen Textformat vor. Sie können sie jederzeit vollständig exportieren und weiterverwenden.

Quellen

  1. 1.Atlassian (2025): State of Teams 2025 www.atlassian.com/blog/state-of-teams-2025
  2. 2.Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), Art. 9 und Art. 62 www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2022/491/de
  3. 3.Schweizerisches Strafgesetzbuch, Art. 321 (Berufsgeheimnis) www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de
  4. 4.Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich: CLOUD Act www.datenschutz.ch/lexika/grundbegriffe-und-definitionen/cloud-act
  5. 5.EU AI Act, Art. 4 (KI-Kompetenz) artificialintelligenceact.eu/article/4/

Quellen zuletzt geprüft am 27. September 2026

Nächster Schritt

Herausfinden, wie viel Zeit Ihr Team mit Suchen verliert

Wenn Sie herausfinden möchten, wie viel Zeit Ihr Team heute mit Suchen und Nachfragen verliert und ob sich ein KI-Firmenwiki für Sie lohnt, sprechen Sie mit uns. Das Erstgespräch ist unverbindlich, und wir sagen Ihnen offen, wenn eine einfachere Lösung reicht.